|
|
Stadtbescheribung BAD KUDOWA
|
|
|
...Hier im Wechsel der Gegenden grüßt uns Kudowa.
Von der Lage her angenehm und gesund.
Berühmt durch seine Eisenmineralwasser.
Verwendet zum trinken bei Skrofulose.
B.Z.Stêczyñski polnischer Reiseführer 1844-1845
|
Bad Kudowa ist seit über 250 Jahren ein bekannter Kurort. ( siehe : Geschichte Bad Kudowa )
Die allerersten Kenntnisse vom Bestehen der Siedlung im heutigen Kudowa stammen aus dem 15. Jhd.
Der erste Name des Dorfes war Lipolitow, während der deutschen Zeit änderte sich der Name dann in
Cudowa und später dann schließlich in Bad Kudowa. Die schöne Stadt liegt am Fuße des mit Misch-
wald bewachsenen Parkberges und unmittelbar an der polnisch-tschechichen Grenze. Der westliche Teil der
Grafschaft Glatz, in dem Bad Kudowa (Kudowa Zdrój), Bad Altheide (Polanica Zdrój) und Bad Reinerz
(Duszniki Zdrój) liegen, besteht aus zwei Niederungen, die miteinander durch den Bergsattel Polnische
Pforte (Polskie Wrota) verbunden sind. Vom Norden umgeben mit dem Massiv des Heuscheuergebirges
(Góry Sto³owe) und vom Süden mit dem Adlergebirge (Góry Orlickie) und Habelschwerdtgebirge (Góry
Bystrzyckie). Alle diese Gebirgsketten gehören zu den Sudeten. Eine der erwähnten Niederungen, und
zwar die westliche, trägt den Namen Kudowianer Niederung.
Es ist ein flacher, von drei Seiten mit Bergen umgebener Kessel:
von Norden das Heuscheuergebirge, von Westen die Lewiner
Berge und von Süden die Erhebungen des Adlergebirges. Die
Niederung Kudowas besteht aus Mergeln mit Kalkeinlagen und
rotem Granit der Oberkreidezeit. Kudowa gehört zum Stromgebiet
der Elbe. Innerhalb der Stadtgrenze fließen folgende Gewässer:
Kudowianer Flössel (Kudowski Potok) - entspringt dem sündlichen
Teil des Spiegelberges (Skalniak) 915 m ü. M. im Heuscheuergebirge.
Auf der tschechischen Seite fließt es in die Metuja unter dem Namen
Brlenka. Grenzecker Wasser (Czermnica) - Zufluß des Kudowianer
Flössels, entspringt dem Langen Sumpfgebiet des Spiegelberges.
Schnelle (Bystra) - im Oberlauf nennt man sie Klikawa - ihre Quelle
entspringt aus dem inzwischen ausgestorbenen Dorf Kaltwasser
(Zimne Wody) im Adlergebirge. Dañczówka - nimmt ihren Anfang
unter dem Bergsattel Lisia Prze³êcz; rechter Zufluß der Schnelle.
|
|
Die Bahnlinie von Glatz (K³odzko) endet in Bad Kudowa.
Auf der Landstrasse, die von Glatz über Bad Altheide und
Bad Reinerz führt, kommt man mit dem Auto oder Bus nach
Bad Kudowa. Außerdem führt eine Nebenstrecke von Glatz
über Bad Altheide, Albendorf (Wambierzyce), Wünschelburg
(Radków) und Kalsberg (Kar³ów) nach Bad Kudowa. Die einzi-
ge Eisenbahnverbindung vom Landesinneren führt über Glatz.
Von Bad Kudowa aus gibt es direkte Busverbindungen zu vie-
len polnischen Kreisstädten wie, Warschau (Warszawa),
Breslau (Wroc³aw), Waldenburg (Wa³brzych), Grünberg
(Zielona Góra), Bielitz-Biala (Bielsko Bia³e).
|
In Bad Kudowa ist das mildeste Klima der Sudeten. Begünstigt durch die hervorragende Abschirmung der
Winde; von einer Seite werden sie durch das Heuscheuergebirge und von der gegenüberliegenden Seite
durch das Adlergebirge abgehalten. Luft, Boden und Wasser von Bad Kudowa sind völlig jodfrei; was
besonders wichtig für Kurgäste ist, welche mit der Überfunktion der Schildrüse zu tun haben. Der Kessel,
in dem Bad Kudowa liegt, ist vom Westen her, - hin zum großen tschechischen Kessel - offen. Deshalb
befindet er sich unter dessen klimatischem Einfluß. In Bad Kudowa ist es allgemein wärmer als im Glatzer
Kessel; im Herbst, im frühen Winter und im Frühjahr ist der Unterschied sichtbar - in der Umgebung von
Bad Kudowa ist es grün, während hinter dem Gebirgssattel Polnische Pforte noch Schnee liegt.
|
Im großen und ganzen besteht Kudowas Bebauung noch aus alten Häusern. Das sind entweder
große Pensionen in Mitten von Gärten oder auch schlichte einfache Häuser, die einen kontinuier-
lichen dörflichen Charakter bilden. Die neueren Erholungsheime liegen an den Ausfallstrassen und
stören somit nicht die Architektur des Zentrums aus dem 19. Jhd.
Die touristische Basis Kudowas besteht aus zahlreichen Hotels, Pensionen und Restaurants, die in
der ganzen Stadt untergebracht sind. Den Mittelpunkt davon bildet der Kurpark. Unmittelbar beim
Kurpark, die Frontseite zum Park gerichtet, steht ein großes Gebäude, Sanatorium II, genannt "Polonia"
(früher "Fürstenhof"). Es ist ein prachtvolles Gebäude vom Ende des 19. und Anfang des 20. Jhd. mit
5 Stockwerken, vielen Balkonen und Terrassen, gekrönt mit einem spitzen Türmchen. In dem Gebäude
befindet sich das Kurtheater und unten das Cafe "Piekie³ko"
|
Vom Haupteingang des Parks zur Promenade führen 2 breite Treppen, getrennt voneinander durch
Kaskaden und Rabatten. Im Sommer schmücken die Promenade prachtvolle Palmen und Kakteen.
Die Promenade ist belegt mit Natursteinplatten aus rotem und weißem Sandstein, sowie aus Marmor
"Grüne und Rosa Marianne", gewonnen im Schneegebirge in der Nähe von Seitenberg. Im Park, auf der
rechten Seite der Promenade, unmittelbar am Fuße des Parkberges steht ein historisches Gebäude,
Sanatorium I, genannt "Schlösschen", mit einem charakteristischen Mansardendach. Erbaut wurde es
im 18. Jhd. an Stelle eines früheren Jagdschlosses. Höchstwahrscheinlich nutzte man die alten Mauern
des Jagschlosses zum Bau des Sanatoriums. In der Halle des "Schlösschens" befindet sich eine Tafel
zu Ehren von Prof. Dr. med. Anton Falkiewicz (1901-1977) von der Medizinischen Akademie in Breslau,
welcher über viele Jahre mit Bad Kudowa stark verbunden war.
|
|
Gegenüber dem "Schlösschen" an der Promenade befindet sich das neue Kurhaus mit
Trinkhalle und Konzertsaal. Erbaut zwischen den beiden Weltkriegen, ähnelt es in der
Architektur dem "Schlösschen". Nach den ursprünglichen Plänen sollte es einen 2. Flügel
haben - eine bedeckte Wandelhalle. Das Innere der Trinkhalle ist dekoriert mit schönen
Palmen sowie Bildern des ungarischen Künstlers Apard v. Molnar, welche die Entwicklung
des Kurortes darstellen. Vor dem Eingang zur Trinkhalle steht eine stilisierte Mädchen-
skulptur, die aus der Schale Mineralwasser trinkt. Aufgestellt wurde sie 1970 gemäß dem
Projekt von Henryk Wszo³ka. Aus dem gleichen Jahre stammt das Mosaik von Prof. Tadeusz
Chrz¹szcz, welcher verschiedene Bäderszenen des Kurortes zeigt.
Der Rundbau der Trinkhalle ist verbunden mit dem großen hellen Konzertsaal, dessen Orchesterpodium
zum Anlaß des 1. Moniuszko - Festivals (1962) erbaut wurde sowie vielen Reihen bequemer Sessel. Der Saal
ist dekoriert mit Gemälden von Arkady W³odczak. Neben dem Konzertsaal befinden sich hinter großen Glas-
scheiben Souvenierläden. Die Trinkhalle in Kudowa ist die prächtigste und schönste Trinkhalle Polens.Im
Flügel der Trinkhalle befindet sich das Neue Kurhaus, ausgestattet mit modernsten Geräten und sehr estetischen
Kabinen, die mit farbigen Fliesen und Marmorböden belegt sind.
Der westliche Teil der Promenade ist bepflanzt mit Kastanien. Unter jedem Baum steht eine Bank in Richtung
Konzertmuschel, wo an schönen Tagen Konzerte dargeboten werden.Daneben befindet sich eine große, mit
einem Blechdach gedeckte Wandelhalle. Links der Halle befindet sich ein Gebäude mit Kurambulanz, Arztpraxen,
oben Servicebüro und Cafe "Kosmiczna" .
|
|
Daneben befindet sich eine Naturheilpraxis mit Anwendungsräumen im 1. Stock und im Erd-
geschoß das Cafe "Raj". Ein Teil des Parks nördlich der Promenade hat Ähnlichkeit mit einem
Ziergarten.Dort steht auf einem Steinsockel der Kopf vom Stanis³aw Moniuszko,erstellt vom
Bildhauer Mieczys³aw Walter.Von der Kurbadstraße (ulica Zdrojowa) kommt man zur
internationalen Straße E- 67, welche zum Grenzübergang Kudowa - Schnellau (S³one) führt.
Ungefähr in der Mitte der Kurbadstraße befinden sich Wohnsiedlungen sowie viele Läden
und ein einstökiges Warenhaus. Kurgäste,Touristen und die Einwohner Kudowas können
das Freibad benutzen,gelegen am Fuße des Parkberges an der Heuscheuerstraße (ul. 1 go Maja ),
Tennisplätze beim Sanatorium II und den Sportplatz an der Straße Nad Potopiem. Im Winter
kann man auch hier Stellen zum Ski- und Schlittenfahren finden,obwohl Kudowa dafür eigentlich
keine guten Voraussetzungen besitzt. Das beste dafür geeignete Gebiet befindet sich am nord-
westlichen Hang des Parkberges. Auch die Bibliothek an der Kurbadstraße steht allen offen.
Tanzabende kann man in verschiedenen Lokalen verbringen, wie z.B."Piekie³ko",
"Kosmiczna", "Kosmos", u.a. Kudowa hat keine eigene Theatergruppe,aber von Zeit zu Zeit
kommen hier Künstlergruppen aus größeren Städten sowie Solisten und Kabarettisten..
|
|
Der Grund zur Entstehung und Entwicklung Kudowas waren zahlreiche Mineralquellenfile.
Der Kurort besitzt drei gefaßte Mineralquellen, das sind : Œniadecki , Marchlewski und Moniuszki.
Das Wasser dient für Kohlensäurebäder und zur Trinkkur.In der Trinkhalle wird es in der ursprünglichen
Temperatur oder erwärmt angeboten.Behandelt werden hier Kreislauferkrankungen, Arterio - Sklerose,
Herzkranzgefäße, Erholung nach einem Herzinfarkt, Herzfehlerkrankheiten, Bluthochdruck, endokrine Krank-
heiten, Bluterkrankheiten und Neurosen, sowie Übergewicht in D. W. Koga. In Kudowa gibt es außer den Kur-
häusern noch einige Ferienhäuser; es blieben davon aber nicht mehr so viele übrig. Die Ursache dafür ist die
allgemeine polnische Wirtschaftskrise und die hohen Preise.Außer den oben erwähnten medizinischen
Möglichkeiten, können die Feriengäste im großen, schönen Kurpark spazierengehen.
|
|
Der Kurpark wurde Mitte des 18 Jhd. im englischen Stil errichtet. Im Park wachsen 300 ver-
schiedene Arten von Bäumen und Sträuchern, unter ihnen geschützte Arten. Es ist eine
sorgfältig erhaltene Ruhestätte mit vielen Spazierwegen und Bänken. Im Park befinden
sich viele Kurhäuser und Mineralquellen. Die Zierde des Parkes während der Sommersaison
sind die vielen Palmen und Kakteen. In Mitten der Grünanlage konnte man früher beim
Trinken des Mineralwassers dem Kurkonzert zuhören. Die Stadt, gelegen in einem Kessel
400 m.ü.M., ist ebenfalls ein wunderbarer Ort zum Ausruhen und aktiver Regenerierung
des Körpers.
Von den Spaziergängern wird am häufigsten besucht: der Kapellenberg ( ein Evangelistenkirchlein schön
gelegen im Wald ), der Parkberg ( mit herrlichem Ausblick auf die tschechisch - polnische Grenze ) und auf das
Dorf Grenzeck, die Liebeslaube (es ist ein Aussichtspunkt von dem man ganz Kudowa, gelegen zu Füßen der
Berge, sehen kann, sowie ein herrliches Panorama auf das Adlergebirge genießen kann ). Von der Liebeslaube
geht man in Richtung des Parkberggipfels, wo am Waldrand ein Turm und ein Haus stehen RTON.
Es ist der Funkturm, der es ermöglicht in Kudowa und Umgebung Fernsehen und Radio zu empfangen. Die
nördliche Seite des Parkberges ist nicht bewaldet und zeigt uns einen herrlichen Ausblich auf die umliegenden
Berge; rechts die Seite vom Schweinerücken, im Hintergrund erkennt man das Massiv der Wilden Löcher
( mit charakteristischer Radarantenne auf dem Gipfel ). Unten sehen wir das Dorf Grenzeck und dahinter befindet
sich schon tschechisches Gebiet.
|
|
In Grenzeck finden wir die nächste Sehenswürdigkeit ( siehe: Grenzeck ) Schädelkapelle
Eine kleine Kapelle, deren Wände, Altar und Decke mit Totenschädeln
ausgelegt wurden. Daneben eine Kirche mit Glockenturm von sehr interessanter
Architektur, sowie ein alter Friedhof. Etwas weiter auf der Straße (ul. Koœciuszki 101)
befindet sich ein altes sudetisches Haus, in dem in einer orginellen Wohnstube eine
bewegliche Krippe untergebracht ist. Erbaut wurde sie im Laufe von 20 Jahren von
F. Stypan (1881 - 1953 ).Ab 1927 benutzte er zum Antrieb elektrischen Strom. In den
Jahren 1930 - 1938 erbaute er eine Holzorgel mit 270 Stimmen in 10 Registern.
Geht man die Straße weiter, kommt man in das sehr schön gelegene Straußdörfel.
Dort kann man das seit 1984 bestehende Sudetische Volkskundliche Freilichtmuseum
besuchen. Im Museum befinden sich viele geschichtlich Gegenstände
aus den Sudeten. Wohnhäuser, Dorfküche oder Alarmglocke sind reich ausgestattet
mit Orginalgegenständen, welche die Einwohner hier im täglichen Leben benutzt haben.
Zur großen Attraktion zählen hier die zahlreichen Kulturfeste. Dabei wird traditions-
bewußt im Orginalofen Brot gebacken. Ein anderes Wanderziel für Fußgänger ist links
von der E- 67 ein dicht bewaldeter Hügel, wo sich die Mariänquelle mit ihrem schmackhaft- sauberen Wasser
befindet sowie die Kapelle,in der während der Sommerzeit Messen abgehalten werden. Weitere Ausflüge, in
Gruppen oder allein sind gewährleistet durch bequeme Bus - und Eisenbahnverbindungen, zu den Wilden
Löchern, Karlsberg und dem Tafelberg, nach Hummelstadt zum Schloß, nach Bad Reinerz, nach Grünberg,
Bad Altheide sowie Albendorf, wo sich eine Kirche befindet,die nach der Basilika des Hl. Peters in Rom
erbaut wurde.
|
|
Durch die Entwicklung der Landwirtschaft und der Industrie kam es in den Wäldern
der Grafschaft Glatz , und somit auch in der Umgebung von Bad Kudowa, zu großen
Veränderungen.
Lediglich auf den Bergen und in Gebieten, die sich nicht für die Landwirtschaft
eigneten, sind die Wälder erhalten geblieben. An Stelle des ursprünglichen Mischwaldes
aus Buchen, Tannen, Bergahorn und Lärchen pflanzte man ab Mitte des 19. Jhd. die
schnell wachsende Fichte. Das führte zum Aussterben vieler Pflanzenarten, die in den
Urwäldern der Sudeten heimisch waren. Kudowa ist von drei Seiten mit Wald umgeben,
hauptsächlich Fichten, obwohl man hier und da auch Buchen, Ahorn, Ulmen, und Birken
findet. Der Bestand dieser Bäume bewirkt, daß die Wälder hier verschiedene grüne
Schattierungen aufweisen, und im Herbst tritt das Rot und Gold der Blätter hervor.
In den umgebenden Bergen wachsen interessante Exemplare von Blumen und Pflanzen.
Am 16.9.1993 wurde der Nationalpark des Heuscheuergebirges durch eine Entscheidung des Ministerialrats
der Polnischen Republik gegründet, auf einer Fläche von 63 qm km , mit einer Schutzzone von 169 qm km.
Administrativ gehört er zur Kreisstadt Waldenburg und erstreckt sich innerhalb der Regionen der Gemeinden
Hummelstadt, Wünschelburg, Bad Kudowa und Rückers. Die Schutzzone greift außerdem in die Region um
Bad Altheide und Bad Reinerz über. Der Sitz der Direktion des Nationalparks befindet sich in Bad Kudowa.
Im Park gedeihen eine Reihe geschützter Pflanzenarten. So z.B. der giftige Seidelbast (Daphne mezereum),
Transilvanische Trollblume (Trollius transsilvanicus), Gemer (Varatrum lobelianum), Herbstzeitlose (Colchicum
autumnale), Silberdistel (Carlina acaulis), Frühlings-Knotenblume (Leucojum vernum), Echter Franzenenzian
(Gentiana ciliata), Roter Fingerhut (Digitalis purpurea), Breitblättriges Knabenkraut (Dactylorhiza majalis),
Maiglöckchen (Convallaria majalis), Schlüsselblume (Primula elatior), Geißbart (Aruncus silvestris).
Typische Vertreter der Säugetiere im Park sind z.B. Hirsche, Reh- und Schwarzwild, Füchse, Marder, aber
auch der weniger zahlreich vertretene Dachs oder der Siebenschläfer. Von den seltener vorhandenen Vogel-
arten wären z.B. Schwarzstörche, Sperber, Lerchenfalken, Haselhühner, Schnepfen, Käuze, Eulen, Nußbeißer,
Gimpel und Bachstelzen zu nennen. Auf den Felsplateaus nisten Uhus, Turmfalken und auch Kolkraben.
Aus dem Reich der Lurche und Reptilien leben im Park Vertreter der Bergmolche, Molche, Ottern und Nattern.
In den Felsspalten finden sich günstige Umweltbedingungen für einzigartige Spinnenarten.
|
|
Unsere Stadt hat ca. 10.000 Einwohner. Es sind " Einwanderer " aus dem ganzen Land, die hier nach dem Krieg
ansäßig geworden sind. In den späteren Jahren waren es hauptsächlich Frauen, die in der Baumwollfabrik
Arbeit gefunden haben und dadurch hier geblieben sind. Nach Auflösung des Betriebes wurden alle arbeitslos.
Dies führte zu einer hohen Arbeitslosenquote, in den schlimmsten Zeiten betrug sie ca. 40 %. Der Beitritt
Kudowas zum Konsortium " Touristische 6 " und die neue administrative Art der Stadtverwaltung bewirkte
für die Stadt einen Neubeginn als Kurort und Touristenbasis der Region.
|
|
Die Stadtverwaltung trat mit einem neuen Wirtschaftsangebot für Interessenten an.
- die Möglichkeit zur Bewirtschaftung attraktiver Immobilien an der Grenze Sanatorium
Kudowa - Schnellau und entlang der Straße E - 67 Polonia
- die Möglichkeit zur Mitarbeit mit bestehenden und entstehenden Produkions-
und Dienstleistungsbetrieben ( Touristik, Sanatorien und Kurbetriebe,
Gastronomie, Hotelgewerbe,Schreinerhandwerk, Handel, Textilproduktion ).
- die Möglichkeit zur Aufnahme und Entwicklung von Produktionstätigkeit oder
Dienstleistung, die der Umwelt dient,und dazu führen, daß die Umwelt sauberer
wird.
- die Möglichkeit zur Bewirtschaftung von Ferienhäusern und Sanatorien
( Übernachtung, Gastronomie ) in attraktiv gelegenen Objekten auf dem
Gebiet von Bad Kudowa.
Angesichts des Niedergangs nur eines Industriebetriebes stellte sich die Stadt auf Gewinnschöpfung
aus dem Handel mit Tschechien ein, sowie auf die maximale Ausnutzung der Kur - und Touristik-
eigenschaften. Dank der Grenzöffnung vor ein paar Jahren, entwickelte sich zwischen Polen und
Tschechen ein reger Handel; hauptsächlich Kleidung aus Polen und Nahrungsmittel von Tschechien.
In dieser Zeit entstanden auch zahlreiche Läden und Marktplätze, hauptsächlich in der Kurbadstraße
( ul. Zdrojowa ). Durch Kudowa - Schnellau verläuft eine wichtige Straßenverbindung zwischen
Polen und Tschechien, die E - 67 , welche nach Prag und weiter nach Südeuropa führt.
|
Bad Kudowa ist eines der schönsten Niederschlesischen Kurorte.
Seine Schönheit verdankt es nicht zuletzt der Lage am Rande der Gebirgspässe, sowie dem Kurbad,
gelegen mitten im schönen Park zu Füßen des Parkberges. Die Attraktion des Ortes wird noch
hervorgehoben durch die alljährlich im Juni stattfindenden Moniuszko Festspiele, durch die sehr
viele Liebhaber der klassischen Musik aus dem ganzen Land angezogen werden.
|
An Persönlichkeiten besuchten Bad Kudowa : Johann Wolfgang von Goethe, der preußische König
Friederich Wilhelm III, Kaiser Franz I., Zar Alexander I und Sir Winston Churchill.
|
Deutsche Übersetzung Waltraud Köhler
|
|
|
| |
|